Loewe Rundfunk-Geschichte Header

Firmengeschichte

zusammengetragen von: Jürgen Tiedmann

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Am 06.11.1885 wurde Siegmund Loewe in Berlin als zweiter Sohn des praktischen Arztes Dr. Ludwig Loewe geboren.

Werbung Radiofrequenz GmbH   Quelle: [66]
Dr. Siegmund Loewe (1885 - 1962)

1912/13 promoviert Siegmund Loewe an der Philosophischen Akademie der Universität Jena mit dem Ziel der Erlangung der Doktorwürde.
Thema seiner Dissertation: "Über die erreichbare Genauigkeit der Widerstandsmessung in Hochfrequenzkreiden".

1914 promoviert Bernhard Loewe an der Philosophischen Akademie der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin mit dem Ziel der Erlangung der Doktorwürde.
Thema seiner Dissertation: "Über das Verhalten der Oxyde bzw. Hydroxyde des Nickels, Quecksilbers, Kupfers, Silbers, Kadmiums und Kobalts zu Aethylen-Diaminlösungen".


1918 - 1923 - ??? - 1. Laboratorien

1918 gründete Dr. Siegmund Loewe in der Berliner Gitschiner Str. 108 ein kleines Versuchslaboratorium. Es befand sich in einer 6-7-Zimmerwohnung im 1. Stock des Mietshauses.
In dem Labor experimentierte bei einem Besuch auch der Amerikaner Dr.Lee de Forrest, den S.L. auf seiner Studienreise in den USA kennengelernt hatte und mit dem seitdem eine Freundschaft bestand.

Ca. 1923 begann die Herstellung von Verstärkerröhren in Handarbeit.
S.L. befasste sich vorwiegend mit der Bearbeitung von Patenten.
Ebenfalls ca. 1923 besuchte, der damals 16-jährige, Manfred von Ardenne öfters in dem Labor Herrn Dr. Siegmund Loewe und holte sich Kleinteile für seine Basteleien.
Die Bekanntschaft mit dem jungen Manfred von Ardenne führte später zu einer engen wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit.

Ein zweites Laboratorium gründete er in der Dresdner Str. in Berlin. Aus diesem Labor ging die Firma "Radiosender GmbH" hervor.


1918 - ??? - Radiosender GmbH

1918 ging die Firma unter Mitwirkung von Heinrich Vogt aus einem Berliner Laboratorium von Dr. Siegmund Loewe hervor. Es wurden in kleinen Stückzahlen Sender für drahtlose Telephonie bis 500 W für die Marine gebaut.


1919 (ca.) - ??? - Koepsel-Loewe GmbH

Nach Rückkehr von einer Studienreise in den USA gründete Dr. Siegmund Loewe in den Räumen des Laboratoriums in der Berliner Gitschiner Str. 8 die "Koepsel-Loewe GmbH".
Die Firma wurde geleitet von Dr. Adolf Koepsel. Die Versuchslaboratorien und die technische Beratung lagen weiterhin in den Händen von Dr. Loewe

Es wurden dort Kristalldetektor-Apparate für den Amateurbetrieb und die zugehörigen Einzelteile, z.B. KMZ - Drehkondensatoren (Käthe Mathilde Zander) hergestellt.

Bald darauf wurde die Firme wieder gelöscht


1921/22 - ??? - Radioröhrenfabrik GmbH, Berlin-Hamburg

Diese Firma wurde nach einem Abkommen zwischen Dr. Siegmund Loewe und der Firma "C. H. F. Müller"" (Röntgenmüller), Berlin N, Chausseestr. 119, gegründet.
Ziel war die Errichtung einer Röhrenfabrik in Berlin. Der Aufbau dieser Fabrik begann unter Leitung von Peter Paul Fries und Hermann Raffelsieper.

Aufgrund von Patentschwierigkeiten kam es jedoch nicht zu einer Produktion in Berlin. Diese fand in Hamburg statt.


1923 - Radiophon

Am 02.1.1923 gründeten der Kaufmann David-Ludwig Loewe (älterer Bruder von Dr. Siegmund Loewe), der Ingenieur Gerhard Grüttner, der Kaufmann Erwin Buttermilch und der Ingenieur Dr. Siegmund Loewe als Gesellschafter die Firma "Radiophon", mit dem Ziel "der Fabrikation von Apparaten für drahtlose Telegraphie und Telefonie".

Am 22.01.1923 wurde der Name dieser Firma bereits in "Radiofrequenz GmbH" geändert.


1923 - 1930 - Radiofrequenz GmbH

Logo Radiofrequenz GmbH   Quelle: [1]

Am 22.1.1923 erwarb Dr. Siegmund Loewe die seit 1918/19 bestehende Mechanische Werkstatt Grüttner & Lütgert in Berlin-Friedenau, Niedstr. 5,und gründet die Radiofrequenz GmbH.

Werbung Radiofrequenz GmbH   Quelle: [66]
Der Firmensitz in der Niedstr. 5

Die ersten Geräte waren für den Export bestimmt. Davon sind die Typen EA51, EA52 und EA54 bekannt. EA steht für "Empfangs-Apparat".

Werbung Radiofrequenz GmbH   Quelle: [1]
Werbung 1924

1930 wurde die Firma "Radiofrequenz GmbH" mit den Firmen "Audionwerk D. S. Loewe GmbH" und "Loewe Radio-GmbH" vereinigt und in die "Radioaktiengesellschaft D. S. Loewe" überführt


1923 - 1929 - Loewe-Audion GmbH

Im Oktober 1923 gründet Loewe eine weitere Gesellschaft mit dem Namen "Loewe-Audion GmbH", ebenfalls an der Niedstrasse 5, in Berlin-Friedenau gelegen. Zweck dieser Firma war die Herstellung von Rundfunkröhren.
Zuerst entstehen dort Wolfram-, dann Thoriumröhren als "Sparröhren".
Die ersten Röhren hatten die Typenbezeichnung AR 23 und LA 75.

Im September 1924 meldet Loewe die grundlegenden Patente zur Dreifachröhre mit integrierten Bauteilen an, die 1926 als 3 NF mit dem "Loewe Ortsempfänger OE 333" einen legendären Ruf erreicht.

1925 geriet die Firma in wirtschaftliche Schwierigkeiten und musste vorübergehend schließen. Grund dafür war ein Patentstreit mit der Firma "Telefunken".
In dieser Zeit begann die Entwicklung der Mehrfachröhre.
Bald glückte es drei Röhrensysteme zusammen mit den Widerständen und Koppelkondensatoren in einem Glaskolben unterzubringen.
Hierfür bedurfte es noch die Entwicklung der Loewe-Vakuumwiderstände.

Die Entwicklung der Dreifachröhre 3 N.F. erfolgte in Zusammenarbeit von Dr. Siegmund Loewe und Manfred von Ardenne der dafür das Patent erhielt.

Produktbeispiele:

Als zweites Gerät unter den neuen Marken gilt der auf der Funkausstellung im September 1926 gezeigte Fernempfänger 2 H 3 N zu RM 150. Auch Lautsprecherboxen mit Loewe-Konus-Lautsprecher und Stoffbezug im "Südsee-Look" sind nun erhältlich.

Werbung OE333 usw   Quelle: [66]
Werbung

Wegen der steigenden Anzahl Rundfunksender treten Trennschärfeprobleme auf, so dass die Dreifachröhre für den Einbezug einer Rückkopplung einen siebten Anschluss erhält. Diese "3 NF 7" baut Loewe ab 1928 in alle OE 333, 2 H 3 N und in das dritte Gerät, den RO 433 ein.
Die elektrische Schallplatten-Abtastdose LR 150 erregte Aufsehen. Gewicht 260 g! Die Dose verlangt einen Abspielwinkel von 55 Grad. Die 3 NF gab es nun auch mit Oxydkathode als 3 NFB mit einem Verbrauch von 0,13 statt 0,34 A Heizstrom - zudem beträgt die Verstärkung etwa das Doppelte.

Am 20.12.1929 Namensänderung in "Audionwerk D. S. Loewe GmbH".


1924 - 1925 - Ortophon Apperatebau GmbH

Am 12.02.1924 wurde als weitere Firma die "Ortophon Apperatebau GmbH" gegründet.
Zweck dieser Firma war die Herstellung von Widerständen für Rundfunkapparate.

Am 18.04.1925 Umbenennung in "Loewe-Radio GmbH".


1925 - 1930 - Loewe-Radio GmbH

Neuer Name für die "Ortophon Apperatebau GmbH" war jetzt "Loewe-Radio GmbH".
Der Zweck änderte sich nicht.
Der Betrieb befand sich in der Schmargendorfer Str. 32 in Berlin-Friedenau.
Die Leitung des Betriebes hatte Dr. Bernhard Loewe, jüngerer Bruder von Dr. Siegmund Loewe.

Am 06.03.1930 erneute Umbenennung der "Loewe-Radio GmbH" in "Radio GmbH D.S. Loewe".


06.03.1930 - Radio GmbH D. S. Loewe

(D. S. = David und Siegmund Loewe)

Am gleichen Tag wurde die Firma "Loewe Radio-GmbH" mit den Firmen "Audionwerk D. S. Loewe GmbH" und "Radiofrequenz GmbH" vereinigt und in die "Radioaktiengesellschaft D. S. Loewe" überführt.


1929 - 1930 - Audionwerk D. S. Loewe GmbH

Geeignete Fabrikräume wurden ebenfalls in Berlin-Friedenau, Niedstraße, gefunden.

1929 bringen die Loewe-Firmen den "Vollnetzanschluss-Empfänger R 533" heraus, der mit einer nochmals verbesserten Dreifachröhre, der 3 NFW mit indirekter Heizung, ausgestattet ist.

1929 entstand Loewe's Berliner-Radio-Handels-Aktiengesellschaft.

1930 wurde die Firma "Audionwerk D. S. Loewe GmbH" mit dem Firmen "Radiofrequenz GmbH" und "Loewe Radio-GmbH" vereinigt und in die "Radioaktiengesellschaft D. S. Loewe" überführt.


1930 - 19?? - Radio-Aktien-Gesellschaft Dr. S. Loewe (Radio A.G. D.S. Loewe)

Logo Radio-Aktien-Gesellschaft Dr. S. Loewe   Quelle: [21]

Am 06.03. 1930 wurden die Firmen "Audionwerk D. S. Loewe GmbH" mit dem Firmen "Radiofrequenz GmbH" und "Loewe Radio-GmbH" vereinigt und in die "Radioaktiengesellschaft D. S. Loewe" überführt.

Zuvor erfolgte der Umzug der drei Firmen in gemeinsame neue, größere, Fabrikgebäude der bisherigen "Astro-Werke" in Berlin-Steglitz, Am Wiesenweg 10 und am Elsenbruch 5.

Mit dem EB 100 W (1931 EB 100 G) begann die Reihe der Empfänger mit integriertem Lautsprecher.

Am 14. 12.1930 gelang Manfred von Ardenne die weltweit erste Fernsehübertragung auf der Basis von Braunschen Röhren.

Ab dem 21.08.1931 führte Ardenne dieses elektronische Fernsehen auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin der Öffentlichkeit vor.

1933 zwingt die Machtergreifung Hitlers David Ludwig Loewe (älterer Bruder von Dr. Siegmund Loewe), zur Emigration.

Im gleichen Jahr wurde auf der Berliner Funkausstellung der erste serienreife Loewe-Fernseher vorgestellt.

1936 stellte die "Radio AG D. S. Loewe" für die Übertragung der Olympischen Spiele in Berlin ihren Projektionsfernseher zur Verfügung.

1938 präsentierte Loewe das erste "Audiovisionelle Zentrums im Heim", die Loewe Kombinationstruhe mit eingebautem Fernseher, Radio und Plattenspieler.

Im gleichen Jahr erfolgte eine "Arisierung" des Unternehmens. Der Besitz ging mehrheitlich an die Bank der Deutschen Luftfahrt AG (BDLAG) welche sich im Besitz des Deutschen Reiches befand. Das Unternehmen konzentrierte sich zu diesem Zeitpunkt ganz auf Berlin.

Die Arisierung der "Radio AG D.S. Loewe" zwang nun auch Dr. Siegmund Loewe zur Emigration.

1939 stellte die "Radio AG D.S. Loewe" , gemeinsam mit vier weiteren deutschen Fernsehfirmen, den Fernseh-Einheitsempfängers "E 1" vor.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die "Radio AG D. S. Loewe" zum Rüstungsbetrieb.

Das Regime in Deutschland lässt die Firma bald in Loewe-Radio AG umtaufen und 1942 in Opta-Radio AG.

Produktbeispiele:


(1933) - 1942 - Loewe-Radio AG

Logo SAG Opta-Radio AG, Werk Stötteritz    Quelle: [1]

Danach Opta-Radio AG.


(1940??) - 1942 - Löwe-Radio AG

Aus "oe" wurde "ö".
1940 musste die "Radio AG D. S. Loewe" ihren Namen in "Löwe Radio AG" ändern.

1942 - (1945) - Opta-Radio AG

1942 musste die "Löwe Radio AG" ihren Namen in "Opta AG" ändern.

Man gliedert Grassman in den Opta-Betrieb ein. Es entstehen Auslagerungsbetriebe, z.B. in Oberlungwitz in Sachsen. In Berlin-Weissensee entsteht während des Krieges ein Betrieb für Röhrenbau.

Während des Krieges kamen das Werk Leipzig sowie zahlreiche Verlagerungswerke, insbesondere in Mitteldeutschland dazu.

Noch im März 1945 verlagert das Unternehmen eine wichtige Kriegsfertigung nach Küps bei Kronach. Dies war die Keimzelle der neuen Firma.


1949 - 19?? - Loewe-Opta AG

Logo Opta-Radio AG, Leipziger Werke    Quelle: [1]    Logo LOEWE Opta Quelle: [4]

Noch während des Krieges verlagerte das Unternehmen eine wichtige Kriegsfertigung nach Küps bei Kronach. Dies war die Keimzelle der neuen Firma.

Nach Kriegsende 1945 wurde die zivile Produktion in Berlin, Leipzig und Küps im Oberfranken bei Kronach mit Notprogrammen wieder aufgenommen.

Nach dem Krieg fehlte jedoch an der Erlaubnis der Alliierten für die Aufnahme der Produktion von Rundfunkgeräten. So wurde sich erst einmal auf Reparaturen und Herstellung non allem Möglichen konzentriert, von Schürhaken bis Holzlampen usw.

Seit 05.12.1945 war der Vorstandsvorsitzende des Werkes in Küps Bruno Pieper.

1945 begann auch im Berliner Stammwerk die Not-Produktion. Hier gab es die gleichen schlechten Voraussetzungen wie in Küps. Man fertigte beispielsweise Schnapsgläser.

Nach dem Krieg versuchen Loewe-Mitarbeiter des Zweigwerkes in Oberlungwitz in Sachsen, Maschinen und Vorrichtungen nach West-Berlin zu transportieren, doch die Sowjets verlangen, dass diese Güter in die Röhrenfabrik Berlin-Weißensee gelangen.

1947 folgte in Küps der erste Rundfunkempfänger "Kronach".
Zur gleichen Zeit gab es anderweitige Ansprüche auf die Räumlichkeiten in Küps gegen Loewe.

1947 konnte in Berlin wieder die Produktion von Rundfunk- und Kathodenstrahlröhren aufgenommen werden. Außerdem wurden auch dort erste Rundfunkempfänger und Rundfunkstudioanlagen hergestellt.

Werk Berlin   Quelle: [66]
Werk Berlin

Auf der Leipziger Messe von 1947 waren wieder Loewe-Entwicklungen zu sehen.

Bis 1948 gingen die Firmenstandorte in der sowjetischen Besatzungszone durch Beschlagnahme und Umwandlung in Volkseigene Betriebe verloren.

Im November 1948 wurde der Betrieb am neuen Standort in Kronach aufgenommen. Das Gelände wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, musste jedoch vorher erschlossen werden.

Werk Kronach   Quelle: [66]
Werk Kronach

Am 18.07.1949 reichte der aus den USA zurückgekehrte Dr. Siegmund Loewe seinen Rückerstattungsantrag in Berlin ein.

Am 09.11.1949 wurden die Loewe-Aktien aus dem Besitz der BDLAG, zwischenzeitlich vertreten durch den Berliner Magistrat, an Dr. Siegmund Loewe zurückerstattet. Mit der Rückerstattung verbunden war auch die Entlastung aus der alliierten Eigentumskontrolle und die Rückerlangung der uneingeschränkten Geschäftsfähigkeit.

1949 wurden in Kronach sechs verschiedene Radiomodelle hergestellt.

Dr. Siegmund Loewe übernahm ab diesem Zeitpunkt den Vorsitz des Aufsichtsrates der in "Loewe-Opta AG" umbenannten Firma.

1950 wurde das erste Heimtonbandgerät "Optaphon" vorgestellt, weltweit erstmals mit einer Tonbandkassette ausgerüstet.

1951 begann die Serienfertigung von Fernsehern im Werk Kronach mit dem "Iris".

1958 endete die Radioproduktion in Kronach. Radios wurden danach nur noch in Berlin und Düsseldorf hergestellt. Kronach spezialisierte sich seit diesem Zeitpunkt nur noch auf die Herstellung von Fernsehern.

1961 begann mit dem "Optocord 500" bei Loewe das Videozeitalter. Der "Optacord 500" war das erste für den privaten Gebrauch konzipierte Videoaufzeichnungs- und Wiedergabegerät in Deutschland.

1963 wurde in Kronach mit dem Loewe "Optaport" das erste voll transistorisierte und tragbare Fernsehgerät mit 25 cm Bilddiagonale und eingebautem UKW-Hörfunkteil hergestellt.

1965 Umwandlung der "Loewe Opta AG" in die "Internationale Industrie- und Verwaltungs- AG".


1946 - 1967 - Opta Spezial GmbH

Seit Ende 1946 betrieb Loewe eine weitere Tochtergesellschaft in Düsseldorf.

Werk Düsseldorf   Quelle: [66]
Werk Düsseldorf

Die Opta-Spezial GmbH wurde kurz nach ihrer Gründung eine 100%ige Loewe-Tochtergesellschaft. Geschäftsführer war Hans Schulze.

Hergestellt wurden die Rundfunkgeräte "Rheinland" und "Rheingold".

1958 endete die Radioproduktion in Kronach. Radios wurden danach nur noch in Berlin und Düsseldorf hergestellt.

1967 Schließung des Werkes in Düsseldorf. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte die Radioproduktion nur noch in Berlin.


1964 - 19?? - Loewe Opta GmbH


1965 - 19?? - Internationale Industrie- und Verwaltungs- AG

1965 erfolgte eine Umwandlung der "Loewe Opta AG" in die "Internationale Industrie- und Verwaltungs- AG".

1967 Schließung des Werkes in Düsseldorf. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte die Radioproduktion nur noch in Berlin.

1971 fertigte Loewe als erstes Unternehmen der Welt den schrankwandfreundlichen Farbfernseher mit der verkürzten 110° - Bildröhre die später Standard wurde.

1979 leitet Loewe mit der Einführung des Einplatinenchassis die endgültige Abkehr von der Modultechnik ein.

Im gleichen Jahr wurde das Werk in Berlin geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt nur noch Produktion in Kronach.

Im Februar 1981 stellte Loewe den ersten Stereofernseher in Europa vor.

1983 wurde der erste serienmäßige Btx-Decoders für den neuen Zeichenstandart (CEPT) präsentiert.

1985 wurde mit dem "Art 1" eine neue Design - und Technikorientierte Fernsehgeneration vorgestellt.

1987 hielt die digitale Technik in der "Art-Familie" von Loewe Einzug. Loewe war damit seiner Zeit um viele Jahre voraus.

1989 stattet Loewe als einer der ersten Hersteller seine Fernsehgeräte mit integriertem Sat-Empfänger aus.

1991 wurde der erste Loewe-Fernsehers im 16:9 Breitbildformat vorgestellt.

1994 bringt Loewe den ersten voll digitalen Fernseher mit 100-Hertz-Technik auf den Markt.


Logo LOEWE    Quelle: [1]       Logo LOEWE Quelle: [4]        Logo LOEWR Radio    Quelle: [4]       



1902 - ? - Metallwarenfabrik Peter Grassmann Berlin

Grosser Lautsprecher-Hersteller, Marke "Trix".

Logo Metallwarenfabrik Peter Grassmann Berlin Steglitz    Quelle: [4]

Danach "Radio-Funk-Werkstätten GmbH".

1926 - 1939/41 - Radio-Funk-Werkstätten GmbH A. Grassmann

Die Firma hatte ihren Hauptsitz in Berlin-Steglitz W 57, Bülowstr.21.

Die Produktion erfolgte in Neuhaldensleben. Hergestellt wurden große Lautsprecher unter den Marken "Helios" und "RFW" und Rundfunkgeräte.

Produktbeispiel:

Radio-Funk-Werkstätten GmbH (RFW), Berlin Quelle: [4]

1939 (andere Quellen 1941) übernimmt Loewe die Firma.


1945 - ??? - RFW ex. Grassmann

Nach 1945 noch Herstellung von Nachkriegs-Rundfunkempfängern.



1947 - 1950 - Phonetika Radio GmbH Berlin

1947 wird aus einem Teilbetrieb der Loewe Opta AG in Berlin-Weißensee die "Phonetika Radio GmbH".
1950 verstaatlicht zu "VEB Phonetika Radio".

1950 - 1951 - VEB Phonetika Radio Berlin

1951 Umbenennung in "VEB Stern-Radio Berlin".

1951 - 1990 - VEB Stern-Radio Berlin

Gehört zum RFT-Warenzeichenverband. Produktion von Röhren- und Transistorradios.
1962 DDR-Alleinhersteller mobiler Radios.
1990 verlieren alle 3300 Mitarbeiter ihre Arbeit.

Produktbeispiele:

Logo VEB Stern Radio Berlin    Quelle: [4]        Logo Stern Radio Berlin    Quelle: [4]        Logo Stern Radio Berlin Quelle: [1]        Logo Stern Radio Quelle: [1]

Quellen: [4], [66], [301], [303]


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